Ängste

 

Wenn ein Hund nicht zu Ihnen kommen will, nachdem er Ihnen ins Gesicht gesehen hat, sollten Sie nach Hause gehen und Ihr Gewissen prüfen.“

Woodrow Wilson

 

Als Halter von einem ängstlichen Hund, ist man oft verunsichert. Es werden Gründe für das Verhalten gesucht. Man beginnt den Problemen und Auslösern der Ängste aus dem Weg zu gehen. Doch dies kann keine Lösung sein. Verdrängung schafft nur Raum für noch mehr Probleme. Denn einem ängstlichen Hund fehlt es häufig nur an Orientierung. Gibt der Halter seinem Hund eine ruhige und entspannte Führung, kann dieser sich seinen Ängsten stellen und diese auch verarbeiten. Wer die Emotionen seines Hundes als gegeben hinnimmt, hat bereits aufgegeben. Und wer aufgibt, hat schon verloren. Wer aber niemals aufgibt, gewinnt immer!

Bei DOGMA beginnt jede Therapie mit einer Erstabklärung. Dadurch ergibt sich ein Bild über das Wesensgrundgefüge des Hundes. Wann welche Reize auf ihn einwirken und in welchem Maße sie den Hund ihn beeinflussen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage, wie der Hund zu desensibilieren ist.

Ängste bei Hunden

 

 

Konditionierung

Die Desensibilierung durch das langsame Gewöhnen des Hundes an bestimmte Reize, ist eine Therapieform die schon lange von Hundetrainern angewandt wird.

Speziell bei jungen Hunden kann diese Methode recht vielversprechend sein.

Grosse Vorsicht ist bei der Gabe von Futter oder Streicheleinheiten in Stresssituationen gegeben. Schnell wird dies vom Hund missverstanden und das Problem noch verstärkt.

Reizüberflutung

Bei der Reizüberflutung wird der Hund bewusst und gezielt jenen Einflüssen ausgesetzt, die bei ihm Stress und Angst auslösen. Dies bedarf ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl, von Seiten des Hundetrainers.

Ein großer Vorteil der Konfrontationstherapie ist ihre schnelle Wirkung. Dies liegt an der „Selbstwirksamkeit“ – dem Gefühl im eigenen Leben etwas zu bewirken. Denn sowohl für den Menschen, als auch für Hunde ist es wichtig, Selbstvertrauen und innere Macht zu erlangen.

Phobien

Nicht jeder ängstliche Hund hat auch eine Phobie. Tiere die unter einer echte Phobie leiden, erstarren für lange Zeit beim Eintreten des Reizes. Mit gekrümmten Rücken, eingeklemmten Schwanz, meidenden Blick und angelegten Ohren verharrt er in Apathie. Zudem löst er sich von Kot und Urin; übergibt sich oft. Hunde die solches Verhalten zeigen, gehören ausschließlich in Profihände. Die Therapie dieser kranken Hunde kann sehr langwierig sein und hat oft einen unsicheren Ausgang. Es erfordert besonders viel Engagement, Geduld und Einfühlungsvermögen vom Halter, sich dieser Herausforderung zu stellen.